„Mein Hauptmotiv dafür, mich 25 Jahre lang fotografisch mit der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl zu beschäftigen und immer wieder in die vom Fallout besonders betroffenen Gebiete zu reisen, war Neugier: Ich wollte mit eigenen Augen sehen und dann natürlich auch mit der Kamera festhalten, worin genau ,die Folgen von Tschernobyl‘ bestanden. Ich wollte mir selbst ein Bild machen und dieses Bild dann eben auch mit anderen Menschen teilen. Dass bis heute auf der politischen Ebene so getan wird, als gäbe es gar keine Spätfolgen von Tschernobyl, als sei der GAU gar nicht so dramatisch gewesen  … Das hat mich empört und das empört mich bis heute.“

Hermine Oberück, 2011

Seit 2011

Der Super-GAU: Leben nach Tschernobyl

Aktuelles zur Ausstellung
Anlässlich des 30. Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl ist Hermine Oberück am 03.05.2016 bei der Veranstaltung „Tschernobyl Fukushima Nie wieder!“ im Bielefelder Literaturcafe zu Gast: Hier finden Sie in Kürze das Plakat zur Ausstellung.
Im Gespräch mit der Parlamentarischen Geschäftsführerin der GRÜNEN im Deutschen Bundestag, Britta Haßelmann, zeigt Hermine Oberück eine Foto-Präsentation mit einer Auswahl aus ihrem Buch „Leben nach Tschernobyl“ und berichtet von ihren insgesamt sechs Reisen in die vom Fall-Out besonders stark betroffenen Regionen in Belarus und der Ukraine.
Das Buch zur Ausstellung
Hermine Oberück, Leben nach Tschernobyl, Fotografien 1986-2010, Bielefeld, KunstSinnVerlag 2. Auflage. 
  • ISBN-10: 3939264024  /  ISBN-13: 978-3939264026
Aus dem Klappentext:
„Hermine Oberück lädt uns mit ihren Tschernobyl-Fotografien in gespenstisch-schöne Landschaften mit kleinen Fehlern ein, nimmt uns mit in genetische Beratungsstellen, Abtreibungskliniken und Geburtsstationen in vom Fallout besonders betroffenen Gebieten in Belarus und der Ukraine.
Sie stellt uns medizinisch nur unzureichend versorgte schwerstgeschädigte Kinder, an Schilddrüsenkrebs erkrankte junge Menschen und heimatlos gewordene Alte vor, die illegal in ihre unbewohnbar gewordenen Heimatdörfer zurückkehren. Mit großem Respekt und erschütternder Treffsicherheit portraitiert Hermine Oberück in ihrer Tschernobyl-Langzeitstudie Menschen, die für immer verloren haben, was für uns alle am meisten zählt: Sicherheit, Heimat und Vertrauen.“
Berichterstattung zur Ausstellung

wdr logoInterviewmitschnitt Mosaik, WDR 3 vom 23. März 2011

wdr logoTV Bericht in der Aktuellen Stunde

2011-03-18-NW2011-03-18-WB

Presseberichte in der Neuen Westfälischen und im Westfalen-Blatt.
Für eine größere Ansicht als PDF-Datei bitte anklicken.

Hier finden Sie einen Bericht auf www.tagblatt.de.

Geschichte der Ausstellung

Die Ausstellung „Leben nach Tschernobyl“ wurde an verschiedenen Ausstellungsorten gezeigt, u.a. in einer kleinen Auswahl 2011 in der Bielefelder Bürgerwache und als Gesamtausstellung 2012 in Osnabrück.